Spanisches Bier: nicht nur in den Ferien ein Vergnügen

Spanisches Bier findet man eher selten auf hiesige Getränkekarten. Dabei hat das sonnenverwöhnte Land auch in der Bierabteilung einige wahre Schätze zu bieten. Wir verraten dir, weshalb einer davon ursprünglich aus Südostasien stammt.

Spanisches Bier: Alhambra Reserva Flasche und zwei gefüllte Gläser

Zugegeben, Bier ist nicht das erste alkoholhaltige Getränk, das uns im Zusammenhang mit Spanien in den Sinn kommt. Vorher dürften wir alle eher an einen gepflegten Rotwein – typischerweise einen Rioja – oder die gerade im Sommer beliebte Sangria denken. Dabei hat das Bierbrauen in Spanien eine vergleichsweise lange Tradition. Vermutlich wurde auf der iberischen Halbinsel schon vor Ankunft der Römer Bier hergestellt, wenn auch in einem recht überschaubaren Rahmen. Nennenswerte Bedeutung erlangte der Gerstensaft in Spanien erst im 16. Jahrhundert, als sich unter König Carlos I. deutsch-österreichische und belgische Einflüsse bemerkbar machten und gleichzeitig auch zahlreiche neue Bierbrauer ins Land kamen.

Wie heisst Bier auf Spanisch?

Der altbewährte Name blieb trotz neuer Entwicklungen erhalten: Bier heisst auf Spanisch Cerveza, was sich von Ceres ableitet, der römischen Göttin der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft. Falls du jemals ein Asterix-Buch gelesen oder einen der Filme gesehen hast, erinnerst du dich vielleicht: Auch die Gallier trinken liebend gerne Cervisia. Weshalb sich in beinahe allen anderen mitteleuropäischen Ländern Bezeichnungen durchgesetzt haben, die mit unserem Bier verwandt sind, konnte die Sprachwissenschaft bis heute nicht endgültig klären. Eine Bierlaune des Schicksals könnte man vielleicht sagen.

Übrigens solltest du dich mit einem weiteren Wort vertraut machen, wenn du in Spanien eine Cerveza bestellen möchtest: Caña ist wörtlich übersetzt der Stock oder die Rute, steht aber auch für ein kleines Bier. Im Grunde lässt sich das recht gut mit unserer Stange vergleichen, wobei sich die ausgeschenkte Menge von Region zu Region unterscheidet.

Spanisches Bier: die typischen Sorten

Natürlich hat mit dem Siegeszug der Craft-Beer-Bewegung auch in Spanien die Vielfalt zugenommen. Dennoch bleiben einige Sorten dominant, allen voran das klassische «Helle», das ausserhalb des deutschsprachigen Raums als Lager bezeichnet wird. Bei diesem unterscheidet man in Spanien zwischen:

  • Cerveza clasica (relativ leichtes Bier, das perfekt zu Sommer und Sonne passt)
  • Cerveza especial (etwas stärker und aromatischer, ab etwa 5 % Alkohol)
  • Cerveza Extra (Alkoholgehalt von 6 % und mehr, ähnlich einem Bockbier)

Ein ausgesprochen schmackhaftes Beispiel für eine Cerveza Extra ist Alhambra Reserva. Die Kombination von frischem Quellwasser aus der Sierra Nevada, dem erstklassigen regionalen Gerstenmalz und Saazer Hopfen ergibt ein Edelbier, das du definitiv einmal versuchen solltest.

Aus dem Hause San Miguel kommt die vielleicht bekannteste «Cerveza especial», die du unter Garantie kennst, wenn du je an einem spanischen Strand die Sonne genossen hast. Dabei kommt San Miguel paradoxerweise ursprünglich aus einem Land beinahe schon auf der anderen Seite der Welt – von den Philippinen. Weshalb es trotzdem einen spanischen Namen trägt und wie es letztendlich nach Europa gekommen ist, kannst du hier nachlesen

Auf der Suche nach einer «Cerveza clasica» landest du schnell bei San Miguel Fresca. Dieser erfrischende Begleiter für laue Sommerabende gilt als die spanische Antwort auf das wohlbekannte mexikanische Bier mit dem «C» im Namen – und muss sich in diesem Vergleich keineswegs verstecken. Zumal sie auf wesentlich kürzerem Weg zu dir nach Hause gelangt.

San Miguel: Junge Menschen feiern an einem Tisch mit Meer im Hintegrund

Spanisches Bier: Brain Freeze muss nicht sein

Üblicherweise wird Bier in Spanien eiskalt serviert. Das mag gerade im Sommer perfekt zu den dortigen Temperaturen passen. Doch spätestens, wenn du dir auch nach deinen Ferien zu Hause ein spanisches Bier gönnen möchtest, dürfen es auch mal ein paar Grad mehr sein (hier findest du einen kleinen Guide zu diesem nicht ganz einfachen Thema). Bezüglich der passenden kulinarischen Begleitung musst du dir nicht lange den Kopf zerbrechen. Am besten gönnst du dir eine Auswahl feiner Tapas. Dann fühlst du dich gleich, als wärst du wieder zurück in den Ferien. Saludos y buen provecho!

San Miguel Fresca: dein leichtes Sommerbier

Der Sommer kann endlich richtig durchstarten: San Miguel Fresca ist in der Schweiz angekommen.

Ein lauer Sommerabend, mit den Lieblingsmenschen zum Grillieren an den See, und am Ende bleibt man ein paar Stündchen länger als ursprünglich geplant… wenn es das Leben gut mit dir meint, kennst du diese Situation aus eigener Erfahrung. Und wenn es das Leben besonders gut mit dir meint, ist beim nächsten Mal San Miguel Fresca mit dabei. Dieses leichte Lagerbier eignet sich perfekt für den Sommer: Nur die besten Zutaten ergeben einen frischen, weichen Geschmack mit einer diskreten Malznote und einer feinen Bitterkeit von 18 IBU. Fresca hat von Spanien aus einen wahren Siegeszug durch ganz Europa angetreten, vor allem in Frankreich hat es eine kleine Revolution auf dem Markt für leichte Sommerbiere ausgelöst. Jetzt ist San Miguel Fresca endlich auch in der Schweiz erhältlich; du findest es in ausgewählten Lokalen oder kannst es dir von justDrink.ch bequem nach Hause liefern lassen.

San Miguel Fresca hat 18 IBU – was bedeutet das eigentlich?

Geschmack gehört den wunderbaren Empfindungen in unserem Leben, die sich nur schwer messen lassen. Eine Schoko-Torte ist ordentlich süss, da dürfte allgemeine Einigkeit herrschen – aber wie süss denn nun genau? 0,5? 7? Ungefähr 3,2 Millionen? Diese Problematik stellt sich bei allen sechs Geschmacksrichtungen, die wir kennen: süss, salzig, sauer, bitter, umami und fettig. Okay, über «fettig» als Geschmack wird noch rege diskutiert, und alles Wissenswerte zu «umami» findest du hier. Immerhin bei der Bitterkeit von Bier hat man sich auf einen Standard geeinigt: die IBU oder International Bitterness Units. Diese orientieren sich am Alpha-Säure-Anteil im Bier, aus dem sich die Bitterkeit ergibt. Damit handelt es sich noch immer um kein ganz exaktes Mass, doch das Verwenden von IBU lässt immerhin eine gewisse Vergleichbarkeit zu. San Miguel Fresca beispielsweise kommt auf 18 IBU, während das «normale» San Miguel 19 IBU aufweist und somit leicht bitterer schmeckt. Um das ein wenig einzuordnen: Ein hopfenbetontes IPA kommt schnell auf über 60 IBU.

Genug der Theorie, wir gönnen uns jetzt ein kühles San Miguel Fresca. Und um das Erlebnis für unsere Geschmacksnerven völlig auf die Spitze zu treiben, gibt’s noch einen Schnitz Zitrone in den Flaschenhals. Aber hey: Geniess dein Bier so, wie es dir am besten schmeckt!