Helles Landbier: Schneider geht neue Wege!

Helles Landbier – ein Lagerbier aus dem Hause Schneider Weisse? Ja, die eigentlich für ihr Weizenbier bekannte Traditionsbrauerei aus Bayern hat diesen Schritt gewagt, der beinahe schon einer kleinen Revolution gleichkommt. Georg VI. Schneider leitet das Unternehmen in sechster Generation. Im Interview lässt er uns an der Entstehung seines neuesten Babys teilhaben.

Georg VI., VII., und V. Schneider

Herr Schneider, in welchem Setting wurde die Idee für das Helle Landbier geboren?

Das war ein längerer Prozess. Mein Sohn Georg, der mittlerweile 25 Jahre alt ist und hier im Unternehmen einmal in meine Fussstapfen treten wird, kam schon vor einer ganzen Weile zum ersten Mal auf mich zu und meinte: «Papa, alle meine Kumpels trinken helles Bier. Wieso haben wir eigentlich kein helles Schneider?» Dazu muss man wissen, dass Weissbier obergärig gebraut wird. Mal eben auf ein – untergäriges – Helles umzustellen, ist für uns gar nicht so einfach. Aber mein Sohn gab nicht so schnell Ruhe, und als er das Thema strategisch clever bei einem Familienfest wieder ins Spiel brachte, sprang mein Vater darauf an. Er erinnerte uns daran, dass Schneider bis vor ungefähr vierzig Jahren untergäriges Bier braute. Mehr noch: Als akribischer Sammler und Dokumentierer hatte er sogar die Rezepte dazu.

Also ein echtes Drei-Generation-Projekt?

Definitiv, ein sehr lustvolles Drei-Generationen-Projekt. Es macht mich schon glücklich, dass mein Vater mit seinen 93 Jahren geistig so frisch ist, das er uns ermutigt, neue Wege zu gehen. Was manchmal eben auch heissen kann, auf ganz alte Dinge zurückzugreifen. Das Leben verläuft in Wellen. Was heute modern ist, kommt morgen aus der Mode und erlebt übermorgen ein Revival. Man muss immer flexibel bleiben – mit dieser Weisheit hat mein Vater in seinem hohen Alter uns motiviert.

Eine helles Bier als Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Damit hatten Sie einen Plan, aber noch kein fertiges Bier. Wie lief es weiter?

Wir holten unseren obersten Braumeister Hans-Peter Drexler an Bord und brauten die originale Rezeptur exakt nach. Schnell war uns klar, dass wir uns zwar auf dem richtigen Weg befanden, das Bier aber sozusagen in unsere Zeit bringen mussten. Die Menschen möchten heute ein höher vergorenes, schlankeres und einfach eleganteres Helles als früher.

Wie haben Sie die Rezeptur angepasst?

Wir lösten uns vom ganz klassischen Hellen mit seinem leicht süsslichen Charakter, und entschieden uns eben für ein helles Landbier mit einer fruchtig-frischen Hopfennote. Wir sind in der Hallertau zuhause, einem der wichtigsten Hopfenanbaugebiete der Welt, da liegt das auf der Hand. Wohlgemerkt: immer dezent! Wir sprechen nicht von den «Hopfenhämmern», wie man sie in der Craft-Beer-Ecke häufig findet, sondern von einem Bier mit einer hohen Drinkability. Der Alkoholgehalt ist mit knapp unter 5 % relativ niedrig, trotzdem hat das Bier einen angenehmen Antrunk und einen schönen, weichen Körper. Es passt als «Belohungshalbe» nach dem Rasenmähen ebenso wie als Begleitung zu einer deftigen Brotzeit oder einer feinen Forelle.

Bei Ihrem Kerngeschäft, den Weissbieren, muss man diese Frage nicht stellen, bei einem Hellen sei sie gestattet: Welche Glasform empfehlen Sie?

Ich trinke das Helle Landbier aus dem klassischen bayerischen Bierbecher, dem sogenannten Willibecher. Mit seiner beinahe komplett zylindrischen Form unterstützt dieses Glas die Eigenschaften des Hellen Landbiers perfekt, weil das Aroma und der Geschmack sehr gleichmässig ankommen, vom ersten bis zum letzten Schluck. Man kann das Landbier aber auch sehr gut direkt aus der Flasche trinken, zum Beispiel im heimischen Garten.

Bier: ein Produkt mit vielen Facetten

Die Craft-Beer-Bewegung hat uns viele aussergewöhnliche Sorten beschert, auch aus dem Hause Schneider kommen teils sehr innovative Weissbiere. Ist das Helle Landbier als ein Statement zu verstehen, als ein Bekenntnis zum Bodenständigen, entgegen dem allgemeinen Trend?

Das Schöne ist doch, dass es ein solches Bekenntnis gar nicht braucht. Bier umfasst eine enorme Bandbreite, das macht unseren Beruf so spannend. Auf der einen Seite haben wir sehr komplexe Biere, auf der anderen Seite relativ «einfache» und schlanke Biere, die unkompliziert zu trinken sind und bei denen man sich nicht bewusst auf den Geschmack konzentrieren muss. Gerade deren Herstellung ist eine hohe Kunst, sie verzeihen keinerlei Braufehler, weil man nichts mit zusätzlichen Tricks kaschieren kann. Aber natürlich hat die Craft-Beer-Bewegung viel verändert. Plötzlich fassten Braumeister den Mut, Neues zu versuchen und auszuloten, in welchem Spektrum Bier stattfinden kann. Viele Menschen erkannten dadurch erst, dass Bier eine Genusswelt eröffnet, die ihresgleichen sucht. Genau das macht die Lust an unserer Arbeit aus.

Mit dem Landbier haben Sie die Tür zum untergärigen Bier aufgestossen. Wird es bei der einen Sorte bleiben?

Schaumer mal. Jetzt wollen wir erst einmal ganz bescheiden den Launch des Hellen Landbiers durchziehen, daran arbeiten wir sehr intensiv. Es gehört ja auch zu unserer Aufgabe, unsere Abnehmer in der Gastronomie und im Handel zu unterstützen. Doch wenn mein Vater, mein Sohn und ich bei einem Hellen Landbier zusammensitzen, wird das sicher mal ein Thema werden.

Zum Abschluss noch eine nicht ganz einfache Frage: Ist aktuell denn ein glücklicher Zeitpunkt, um ein neues Bier zu lancieren?

Im Prinzip nein. Aber gleichzeitig eben doch. Was sind denn unsere Alternativen? Es bringt ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Jede Zeit hat ihre Herausforderungen und wir wissen alle nicht, wie es weitergeht. Jedenfalls kenne ich niemanden mit einer funktionierenden Kristallkugel. Wenn Sie mir Ende 2019 gesagt hätten, was auf uns zukommt, hätte ich Ihnen übermässigen Konsum schlechter Science-Fiction-Romane unterstellt. Nichtsdestotrotz ist es die Aufgabe des Unternehmers, etwas zu unternehmen. Wir müssen nach vorne blicken; gerade wer sich mit Genussprodukten befasst, erwartet das von einer Marke. Es gibt auch jetzt Lichtblicke und man kann aus jeder Situation etwas machen.

Herr Schneider, vielen Dank für das Gespräch!

Mann hält Flasche Schneider's Helles Lanbier mit Schiff im Hintergrund

Super Bock am Montreux Jazz Festival

Mit Super Bock hat das Montreux Jazz Festival einen neuen Bierpartner gefunden. Das portugiesische Lager-Bier ergänzt ein Line-up der Extraklasse.

Keine Frage: Das Montreux Jazz Festival gehört zu den renommiertesten Musikveranstaltungen Europas und ist jedes Jahr einen Besuch wert. In diesem Jahr trifft das ganz besonders zu: Am 28.6. spielt Sting im Auditorium Stravinski mit seinem Konzert den Auftakt zu einem hochkarätigen zweiwöchigen Querschnitt durch so ziemlich alle Musik-Genres westlich von Klassik und Kehlkopfgesang. Es folgen grandiose Künstlerinnen und Künstler wie Elton John, der Sexbomb-Womanizer Tom Jones, Janet Jackson, Anita Baker, Gitarrengott Slash, die Elektronik-Genies The Chemical Brothers, Rita Ora, Rag’n’Bone Man und die wunderbare Ms. Lauryn Hill. Auch die Folk-Legende Joan Baez macht auf ihrer Abschieds-Tour in Montreux Halt, und als Dernière und Highlight gibt es den «Soundtrack of the 80s» mit Quincy Jones und der Sinfonietta de Lausanne.

Super Bock als neuer Bierpartner

In Montreux ebenfalls mit an Bord ist ein ausgesprochen nahbarer und ausgeglichener Star: Super Bock tritt in diesem Jahr erstmals als offizieller Bierpartner auf und wird an allen Event-Locations erhältlich sein. Das traditionsreiche portugiesische Bier ist ein perfekt ausbalanciertes Lager mit leichter Süsse und angenehmen Bitternoten. Es wurde bereits mit nicht weniger als 35 internationalen Goldmedaillen ausgezeichnet. Nicht nur wegen seiner hohen Qualität passt Super Bock perfekt ans Montreux Jazz Festival. Die enge Verbindung zur Musik besteht schon seit Jahren: Super Bock ist auch namensgebender Hauptsponsor beim Super Bock Super Rock, dem grössten Rock- und Metal-Festival in Portugal.

Super Bock zeigt sich nicht nur punkto Musik als facettenreich, auch beim Beer-Food-Pairing beweist das in Porto gebraute Bier seine Vielseitigkeit. Es macht sich gut als Begleiter zu allerlei Meeresfrüchten, du kannst es aber auch gut zu wirklich herzhaften Fleischgerichten geniessen.  Am besten testest du für dich selbst, in welcher Kombination es dir am meisten schmeckt.

Montreux: zahlreiche Gratiskonzerte

Übrigens müssen es am Montreux Jazz Festival nicht immer die ganz grossen Stars sein. Auf den vielen «Neben-Bühnen» gibt es zahlreiche kostenlose Konzerte von grossartigen Musikerinnen und Musikern zu erleben, wodurch die Veranstaltung wahrlich zu einem «Festival für alle» wird. Ganz so, wie es der mittlerweile leider verstorbene Gründer und Visionär Claude Nobs immer beabsichtigt hatte.

Hop House 13. Mehr Hopfen. Mehr Charakter. Mehr Geschmack.

Hop House 13

Guinness bringt mit dem doppelt gehopften Hop House 13 ein Lager-Bier in die Schweiz, das diesem Bier-Genre neues Leben einhaucht und den Ansprüchen von erfahrenen Geniessern mehr als gerecht wird.

Im Jahr 1759 gründete Arthur Guinness in Dublin eine Brauerei – und legte damit den Grundstein für eine bald drei Jahrhunderte andauernde Erfolgsgeschichte. Ein Häppchen (beim nächsten Pub-Quiz vielleicht gar nicht so) unnützes Wissen zeigt, wie langfristig der gute Sir Arthur von Anfang an dachte: Der Mietvertrag für die Brauerei am St. James’s Gate in Dublin lief (oder besser läuft) für 9000 Jahre.

Hop House 13: Tradition trifft auf Moderne

Deswegen überrascht es wenig, dass man bei einem Besuch in der Brauerei einen Spaziergang durch die Geschichte unternimmt. Und zwar im wörtlichen Sinn: Viele der Gebäude auf dem Areal haben miterlebt, wie Guinness von Irland aus die Welt eroberte. Eines davon ist das Hop House 13, ein Lagerhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert, in dem auch heute noch die unterschiedlichen Hopfensorten für den Brauprozess aufbewahrt werden. Von dieser spannenden Verbindung aus Tradition und Moderne liessen sich die Braumeisterinnen und Braumeister der Open Gate Brewery inspirieren. Dank dieser Guinness «Projekt-Brauerei» entstehen immer wieder neue Biersorten. In diesem Fall ein aussergewöhnliches Lager-Bier (mehr), das mit seinem bemerkenswerten Charakter und Aroma besticht. Passend zu seinem Erbe trägt es den Namen Hop House 13. Seit Februar 2019 ist es auch in der Schweiz erhältlich.

Was macht Hop House 13 so besonders?

Peter Simpson, Kopf der Open Gate Brewery, fasst es so zusammen: «Ich persönlich mag gerne Bier mit vollerem Geschmack, daher wollte ich ein Lager mit viel Charakter und Aroma herstellen.» Erreicht wurde dies durch eine ausgeklügelte Kombination aus irischer Gerste, dem Guinness-eigenen Hefestrang und bestem Hopfen aus Australien und den USA.

Das Ergebnis: Ein frisches, knackiges Lager-Bier mit blumigen Hopfennoten und Aromen von Aprikose und Pfirsich. Während also rund um den Globus Sorten wie IPA, Sour oder Kriek gefeiert werden (was wir durchaus begrüssen), hat sich Guinness einem der klassischsten Bierstile überhaupt angenommen. Denn für viele Jahre fand man in der typischen Getränkeabteilung zwar viele Lager-Biere, aber eben nur wenig Innovation. Insofern präsentiert Guinness mit dem Hop House 13 einen echten Game Changer. Ein Lager, das sich im Konzert der heute so zahlreichen Craft-Biere keineswegs verstecken muss. Ein Bier eben, das seine Versprechen überzeugend hält: Mehr Hopfen. Mehr Charakter. Mehr Geschmack.