Belgisches Bier – Genuss mit jahrhundertelanger Tradition

Belgisches Bier gehört seit 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu Recht, wie wir finden. Denn trotz seiner überschaubaren Grösse nimmt Belgien eine absolute Ausnahmestellung auf dem internationalen Biermarkt ein.

Belgisches Bier: Ein Glas Grimbergen in einer männlichen Hand, Sonne im Hintergrund

Belgien als das Land des Bieres zu bezeichnen, greift vielleicht ein klein wenig zu kurz. Schliesslich kommt aus dem Königreich im Herzen von Europa auch ausgezeichnete Schokolade. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass kaum ein Land auf dieser Welt mit der Biervielfalt des 11 Millionen Einwohner zählenden Staates Belgien mithalten kann. «Schuld» daran sind hauptsächlich zwei Faktoren:

Mönche mögen Bier

Wer im Geschichtsunterricht im richtigen Moment aufgepasst hat, weiss: Im Mittelalter waren die europäischen Klöster Vorreiter der Braukunst, wie wir sie heute kennen. Schliesslich brauchten ihre frommen Bewohner mit den schnittigen Frisuren ja eine Kalorienquelle, die sie verlässlich durch die Fastenzeit brachte. Nicht nur waren die belgischen Brüder ihrer Zeit voraus und liessen schon vor dem Mittelalter Getreide gären – sie zeigten auch früh weit mehr Einfallsreichtum als ihre Kollegen in anderen Ländern. Während man in manchen Teilen Europas, die wir hier nicht namentlich nennen wollen, mittels eines «Reinheitsgebots» die Zutatenliste für Bier massiv begrenzte, experimentierten die belgischen Braumeister schon sehr früh mit unterschiedlichsten Inhaltsstoffen wie Früchten und Gewürzen. Damit legten sie den Grundstein für die grosse Auswahl an unterschiedlichen Biersorten, auf die man in Belgien heute so stolz ist.

Émile Vandervelde mag keinen Schnaps

Das heisst, ob er ihn nun wirklich komplett ablehnte, können wir nicht mit Gewissheit sagen. Aber der 1866 geborene Politiker wollte den übermässigen Konsum verhindern und brachte 1919 das «Vandervelde-Gesetz» auf den Weg. Es verbot den Verkauf von Spirituosen in Bars, was wenig überraschend die Nachfrage nach Bier deutlich steigen liess. Das wiederum gab Brauereien den Anreiz, sich mit aussergewöhnlichen und besonders charaktervollen Bieren gegenüber ihren Mitbewerbern zu differenzieren.

Belgisches Bier: eine wahre Schatzkiste

Welche Bierstile gilt es also zu nennen, um dem Sortenreichtum in Belgien gerecht zu werden? Die vielleicht speziellste Gattung, die wir den Belgiern verdanken, ist das Lambic mit ihren verschiedenen Spielarten wie Faro, Geuze oder Kriek. Ihnen allen ist gemeinsam, dass der Alkohol durch Spontangärung mit wilder Hefe entsteht. Zwar findet man solche Schmankerl selten im Laden an der nächsten Ecke, doch sie schufen auch die Basis für das Sauerbier, das sich derzeit immer grösser werdender Beliebtheit erfreut. Ganz oben auf der Hitliste der belgischen Biere stehen heute das Dubbel und das Tripel, das Witbier, das Bière de Champagne oder das Amber. Bei rund 280 Brauereien in Belgien ist es kein Wunder, dass es nicht leicht fällt, sich den vollständigen Überblick zu verschaffen.

Belgisches Bier: Ein Glas Grimbergen in männlicher Hnad, Tisch im Hintergrund

Grimbergen: das belgische Bier für besondere Momente

Als Paradebeispiel für belgisches Bier darf man ganz sicher Grimbergen bezeichnen. Das beginnt schon mit der langen Tradition: In der vom heiligen Norbert von Xanten gegründeten Abtei Grimbergen wurde 1128 das erste Bier gebraut. Im Laufe ihrer bewegten Geschichte brannte die Abtei dreimal mehr oder weniger vollständig nieder. Doch sie wurde immer wieder neu aufgebaut – genau wie der Phönix erhob sie sich aus ihrer eigenen Asche. Aus diesem Grund ziert dieser mythische Vogel  das Wappen der Arbeit und das Grimbergen-Logo.

Grimbergen bietet ganz Belgien-typisch auch eine eindrückliche Sortenvielfalt. Deswegen findest du bei Grimbergen das passende Bier für die grossen und kleinen Genuss-Momente, die das Leben für uns bereit hält. Ob du ein besonders liebevoll zubereitetes, üppiges Fleischgericht mit einem Grimbergen Ambrée komplettierst, mit einem Brassin de Noel und einem spannenden Buch eine gemütliche Stunde vor dem Kamin verbringst, mit dem fruchtigen Witbier Blanche und deiner Lieblingsplaylist einen erlebnisreichen Sommertag ausklingen lässt, oder ob ihr für einen romantischen Abend zu zweit statt einem Gläschen Wein ein Grimbergen Rouge geniesst: Du wirst in jedem Fall schmecken, wie viel Liebe und Hingabe in die Perfektion jeder einzelnen Sorte dieses Bieres geflossen sind. Und die vielleicht beste Nachricht von allen: Mit den genannten Beispielen ist die gesamte Auswahl noch längst nicht erschöpft!

Zu Weihnachten ein Bier unter dem Baum

Wer sagt eigentlich, dass an Weihnachten immer Wein serviert werden muss? Das Familien-Festmahl lässt sich auch mit dem passenden Bier perfekt abrunden. Wir haben einige Tipps für euch.

Eiskristalle auf den Scheiben am Morgen, eine auffällige Häufung von Maroni-Ständen und – je nachdem, in welchem Landesteil man zuhause ist – die ersten Schneeflocken: Der Winter hat Einzug gehalten. Damit fallen auch die Mahlzeiten gerne etwas üppiger aus und werden des Öfteren von einem Fläschchen Wein begleitet. Ist ja auch eine leckere Sache… und doch geniessen manche unter uns auch in den kalten Monaten gerne mal ein Bier zum Essen. Oder vor dem Kaminfeuer. Oder unter dem Weihnachtsbaum.

Dank Craft-Beer-Trend und progressiver Brauereien mit innovativen Braumeistern hat die Auswahl an saisonalen, aussergewöhnlichen Bieren in den letzten Jahren stark zugenommen. Hier zwei Vorschläge für alle, die sich zum Fest der Liebe mit einem besonderen Geschmackserlebnis verwöhnen möchten:

Grimbergen Brassin de Noël: Ein vollmundiges, aromatisches Bier, welches nur rund um Weihnahten erhältlich ist. Die bernsteingoldene Farbe, der üppige Schaum sowie die Noten von Karamell, reifem Obst und dezenten Gewürzaromen machen es zum besten Begleiter für die üppige, winterliche Küche. ➨Jetzt bestellen.
Die Abtei Grimbergen, gegründet 1128, wurde von zahlreichen Bränden verwüstet – aber erhob sich wie der Phönix aus der Asche. Die Mönche bauten ihre Abtei immer wieder neu auf. Ihre Bierrezeptur hat den Prüfungen der Zeit ebenfalls standgehalten. Diese einzigartige Kraft und unvergleichliche Leidenschaft steckt noch heute in jedem Schluck Grimbergen.

Schneider Weisse TAP 6 Unser Aventinus: Gebraut seit 1907 – und somit Bayerns erster Weizen-Doppelbock. Dieses intensive und ausgewogene Bier steckt voll Feuer und komplexen Aromen von Nelken, Pflaumen und Rosinen. Der Aventinus ist ein wahrer Genuss für echte Biergourmets. ➨Jetzt bestellen.
Seit Georg I. Schneider 1872 als erster Bürgerlicher das Recht zum Brauen von Weissbier erwarb, hat die Brauerei G. Schneider & Sohn GmbH gegen viele Konventionen, unabhängig von Trends und mit viel Mut immer neue Weissbier-Spezialitäten kreiert. Das Wissen und die Erfahrung, die dabei über Generationen gesammelt wurden, suchen ihresgleichen – in Bayern, Deutschland und der Welt.

Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit viel Liebe, Entspannung und Genuss!