Wir feiern den Tag des Schweizer Biers

Am 24. April wird bei uns der Tag des Schweizer Biers gefeiert. In diesem Jahr ist zu diesem Anlass auch ein wenig Einfallsreichtum gefragt!

Zum Tag des Schweizer Bieres am 24. April waren landauf und landab ebenso zahl- wie abwechslungsreiche Anlässe geplant. Leider lassen die Umstände in diesem Jahr nun keine Veranstaltungen zu. Das bedeutet aber nicht, dass wir den heimischen Gerstensaft an seinem Ehrentag nicht würdigen können. Der Schweizer Brauerei-Verband hat eine wahrlich verbindende Aktion für alle Bierfreundinnen und –freunde ins Leben gerufen (und ein wenig Gemeinschaftsgefühl tut uns allen sicher gut): Am 24. April stellen wir uns auf die Terrasse, auf den Balkon, ans geöffnete Fenster, und stossen mit einem lauten «Prost» auf unser Schweizer Bier an.

Eine Stange Bier – oder doch lieber ein Grosses?

Wir nehmen den Feiertag zum Anlass, einen etwas genaueren Blick auf die verschiedenen Masseinheiten zu werfen, in denen Bier in der Schweiz üblicherweise serviert wird. Du denkst, du kennst sie alle? Dann kuck dir mal folgende Aufzählung an, sie könnte dir die eine oder andere Überraschung bescheren:

  • Die Stange. Der Klassiker funktioniert zumindest in den deutschsprachigen Kantonen überall. Für gewöhnlich meint man damit 3 Deziliter; da es sich aber um keine offiziell normierte Einheit handelt, kann die Menge von 0,25 bis 0,33 Liter variieren.
  • Das Chübeli. Es enthält ebenfalls 3 Deziliter und ist vor allem in Bern und Umgebung zuhause. Währen man die Stange tendenziell in einem schlanken, hohen Glas bekommt, ist das Chübeli idealerweise ein bauchiger Krug.
  • Das Rugeli. Und schon wird es ein wenig komplizierter. Denn auch das Rugeli kann 3 Deziliter beinhalten – aber auch 4 oder 5. Seine Besonderheit liegt nicht in der Menge des enthaltenen Biers, sondern am Henkel, mit dem es ausgestattet ist.
  • Das Herrgöttli. Verdient den Preis für den schönsten Namen, steht aber trotzdem nur für 2 Deziliter Inhalt. Pate stand vermutlich ein gewisser Anton Albert Leodegar Emil Acherman, mit Spitznamen Herrgöttli-Achermann, der aus Sparsamkeit nicht mehr als die 0,2 Liter bestellen wollte.
  • Die Tulpe. Hier beschreibt der Name vor allem die geschwungene, nach oben hin verengte Form, in der sich das Aroma besonders gut entfalten kann. In Basel ist die Tulpe ein Synonym für 2 Deziliter Bier, doch gerade im Ausland kann sie auch mehr enthalten.
  • Der Pfeff. In Luzern soll damit angeblich 1 Deziliter Bier gemeint sein – wir würden das aber eher im Reich der Mythen ansiedeln. Oder hast du je ein Bierglas in dieser Grösse gesehen? Eben.
  • Das Grosse. Neben der Stange dürfte das die gebräuchlichste Einheit sein, sie steht für einen halben Liter Bier. Im Wallis hat man sich offenbar derart an diese Grösse gewöhnt, dass sie schon als «Normales» bezeichnet wird.
  • Der Chübu. Wenig überraschend handelt es sich dabei in Bern um die grosse Variante des Chübelis, also um einen halben Liter Bier. Alternativ kann man dort auch «ä Haubä» bestellen, wobei damit natürlich keine bestimmte Glasform mehr verbunden ist.

Wenig überraschend finden sich in den verschiedenen Regionen und Dialekten jede Menge weitere Begriffe, die wir hier nicht alle listen können. Falls du einen besonders ausgefallenen Ausdruck kennst, freuen wir uns auf dein Mail an welcome@houseofbeer.ch.

Ein Blick zurück in die (Bier-)Geschichte

Bei uns in der Schweiz wird Bier wohl etwa seit dem 8. Jahrhundert gebraut. Ursprünglich war es vor allem in Klöstern zu finden, wie historische Dokumente belegen. Im internationalen Vergleich stiessen wir damit gemeinsam mit den meisten anderen mitteleuropäischen Ländern verhältnismässig spät zur Party: Die alten Sumerer hatten wohl schon etwa 8000 Jahre vor Christus entdeckt, wie sich aus Getreide Bier herstellen lässt. Heute gibt es laut Auskunft der Eidgenössischen Steuerverwaltung in der Schweiz übrigens 1473 Brauereien.

Wir feiern – mit Valaisanne!

Falls du dir für den 24. April noch mehr Gemeinschaftsgefühl wünschst, als die «Prost»-Aktion des Schweizer Brauerei-Verbands verheisst, raten wir dir, einen Online-Stammtisch mit deinen Kolleginnen und Kollegen einzuberufen. Sicher nutzt du längst ein Programm aus der Kategorie Zoom, Hangout, Teams oder Skype. So könnt ihr euch auch in einer grösseren Runde treffen und euch gemeinsam ein feines, kühles, frisches Bier aus der Schweiz genehmigen. Wir empfehlen für diesen Anlass eine der Spezialitäten der Brauerei Valaisanne – mit einem hopfenbetonten Pale Ale oder einem unfiltrierten Zwickel liegt ihr voll auf Kurs für den Tag des Schweizer Biers!