Bel Air Sour: This is the one for you

Sauerbiere erfreuen sich zunehmender Popularität. Mit Bel Air Sour präsentiert die Brooklyn Brewery einen wunderbar-knackigen Sommergenuss! 

Nicht jedes Bier «funktioniert» gleich gut an einem heissen Sommertag. Wenn dir der Sinn nach Gerstensaft mit einer möglichst erfrischenden Komponente steht, solltest du es mal mit einem Sauerbier versuchen. Für lange Zeit beinahe schon in Vergessenheit geraten, erfreut es sich wieder konstant wachsender Beliebtheit vor allem unter Freundinnen und Freunden des etwas anspruchsvolleren Biergenusses. Ein derzeit besonders populäres Beispiel ist das Bel Air Sour der Brooklyn Brewery, von Braumeister-Ikone Garrett Oliver liebevoll als sein «Happy Juice» tituliert. Gerade erst wurde es an der New York State Craft Beer Competition mit der Goldmedaille in der Kategorie «Kettle and Simple Sours» ausgezeichnet.

Den Geschmack in Worte zu fassen, fällt gar nicht so leicht, vor allem falls du noch nie ein Sauerbier getrunken hast. In der Nase machen sich Noten von Passionsfrucht, Litschi und anderen tropischen Früchten bemerkbar, während beim süffig-teigigen Abgang vor allem der leicht säuerliche Nachgeschmack hängen bleibt. Zustande kommt dieses kleine Meisterwerk durch nachträgliche Kalthopfung und einen speziell gezüchteten Laktobacillus-Stamm, der die aussergewöhnlichen Aromen überhaupt erst ermöglicht. Mit seiner leichten und frischen Art ist Bel Air Sour das perfekte Bier als Begleiter zu einem schön angerichteten Teller mit Pulpo-Salat beispielsweise. Oder zur Pouletbrust vom Grill. Oder auch mal zu einem feinen Sorbet, denn Bel Air Sour ist vor allem eines: überraschend! Ergänzt sei an dieser Stelle noch ein wenig Wissen für dein nächstes Pub-Quiz: Seinen Namen verdankt das Bel Air Sour übrigens einem ehemaligen Auto des Brooklyn Lab Managers Andrew Bombard, einem klassischen Chevrolet Bel Air.

Was ist eigentlich Sauerbier?

Eine einfache Frage, auf die es jedoch keine ebenso einfache Antwort gibt. Natürlich erklärt sich der Begriff irgendwie von selbst: Sauerbiere schmecken allesamt in unterschiedlichen Abstufungen säuerlich. Doch das trifft nunmal auf eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Bierstile mit teils jahrhundertelanger Tradition zu. Müsste man ein Land nennen, das sich in diesem Zusammenhang speziell hervortut, wäre das sicher Belgien. Hier hat die Liebe zum Sauerbier – im Gegensatz zu beinahe allen europäischen Nachbarn – nie wirklich nachgelassen. Von dort stammt der vielleicht wichtigste Vertreter dieser Bierkategorie: das Lambic. Es gilt nicht nur als eines der komplexesten Biere überhaupt, sondern dient gleichzeitig als Basis für andere Sauerbiere wie Gueuze, Faro oder Kriek.

Auch Deutschland hat eine gewisse Erfahrung mit Sauerbier vorzuweisen, und zwar in der Form der berühmten Berliner Weisse. Vermutlich habt ihr den Namen meistens in Kombination mit dem Zusatz «mit Schuss» gehört. Damit ist wahlweise Waldmeister- oder Himbeersirup gemeint, der hinzugefügt wird, um die Säure ein wenig abzumildern. Wahre Kennerinnen und Kenner haben dafür aber nur ein mildes Lächeln übrig und verzichten auf diesen geschmacklichen Weichzeichner. Mittlerweile versuchen sich gerade Craft-Beer-Brauerinnen und Brauer rund um den Globus an immer neuen Sauberbier-Varianten. In den USA etwa spricht man von «American Spontaneous Ales», «Wild Ales» oder «Sour Ales»; zu den Letzteren wird auch das Bel Air Sour gezählt.

So entsteht Sauerbier: Spontangärung und Milchsäurebakterien

Die Säure im Sauerbier geht in praktisch allen Fällen auf Milchsäure- oder verwandte Bakterien zurück, die während des Brauvorgangs ins Bier gelangen. Das Lacotbazillus kennst du vermutlich eher aus einem anderen Kontext: Es spielt bei der Herstellung von Joghurt eine wichtige Rolle. Die meisten Sauerbiersorten haben eine weitere Gemeinsamkeit: Der Alkohol entsteht durch Spontanvergärung mit sogenannten wilden Hefen, wie etwa Brettanomyces. Als die Menschen einst die ersten Gehversuche aus dem Feld der Braukunst unternahmen, war diese Form der Gärung die Normalität. Nachdem wir sie im Laufe der Zeit durch immer genauer kontrollierte Brauprozesse beinahe zum Verschwinden gebracht hatten, legt sie jetzt wieder an Bedeutung zu und beschert uns zusätzliche Vielfalt in Sachen Bier.

Zum Abschluss noch ein Tipp für all jene unter euch, die erstmals ein Sauerbier versuchen: Es empfiehlt sich, für den Einstieg eine zugängliche Variante wie das Bel Air Sour oder beispielsweise ein Kriek zu wählen. Denn unser ganzes Bierleben lang haben wir uns an typische Aromen gewöhnt, die eben so gar nichts mit «sauer» zu tun haben. Dich gleich an eine extreme Variante wie ein Lambic heranzuwagen, könnte deine Geschmacksnerven unter Umständen ein wenig überfordern. Aber hey: Die Entscheidung liegt ganz bei dir – entgehen lassen solltest du dir den Sauerbier-Genuss definitiv nicht!

Schneiders «Helle Weisse» jetzt noch sommerlicher

Jetzt kann der Sommer endgültig kommen: Schneider Weisse hat seine «Helle Weisse» neu erfunden und sie noch frischer und fruchtiger gemacht.

«Helle Weisse»: der frische Genuss

Die Braumeister bei Schneider Weisse im niederbayerischen Kelheim sind seit vielen Jahren bekannt dafür, Tradition und Innovation auf äusserst schmackhafte Art miteinander zu vereinen. Pünktlich für die Sommersaison hat sich das Team um Chef-Bierologe Hans-Peter Drexler die auch aus als TAP1 bekannte «Helle Weisse» zur Brust genommen und eine neue Rezeptur für sie kreiert. Das Ergebnis überzeugt schon vor dem ersten Schluck: Das leuchtende Gold im eleganten Weissbier-Glas verbreitet pure Sommerlust. Und weil die Schneider-Bierexperten ihr Handwerk verstehen, hält der Geschmack, was die Optik verspricht: Die «Helle Weisse» punktet mit ihrem fruchtig-bananigen Aroma, das von einer leicht würzigen Note ergänzt wird. Mit ihrer Spritzigkeit und dem leicht niedrigeren Alkoholgehalt (4,9%) passt die neue «Helle Weisse» perfekt zur warmen Jahreszeit – sei es im Biergarten, beim Picknick mit Freunden oder als gemütlicher Feierabend-Genuss auf der heimischen Terrasse.

Schneider Helle Weisse: Glas und Flasche auf Bootssteg

Bei welcher Temperatur schmeckt Bier am besten?

Wir nehmen die neue Rezeptur von Schneider Weisse TAP1 zum Anlass, um uns mit einem leider oft vernachlässigten Thema zu befassen: der idealen Trinktemperatur für Bier. Denn gerade im Sommer neigen wir dazu, möglichst kalt für den besten Weg zu halten. Die «Helle Weisse» illustriert perfekt, dass man sich – und seinem Bier – mit diesem Ansatz nicht zwingend einen Gefallen tut. Denn Weissbier beispielsweise entfaltet sein Aroma am besten zwischen 7 und 9 Grad, was vermutlich über der Temperatur liegt, auf die du deinen Kühlschrank eingestellt hast. Deswegen empfiehlt es sich, die Flasche nicht direkt vor dem Genuss herauszunehmen, sondern schon ein wenig früher.

Alternativ kannst du Weissbier auch grundsätzlich auf der obersten Ablage deines Kühlschranks aufbewahren, schliesslich ist es dort grundsätzlich weniger kalt als ganz unten. Ein klassisches Lagerbier wie Coors Light kannst du übrigens ruhig bei 5 bis 7 Grad trinken, während ein Red Ale wie Kilkenny auch mal knapp über 10 Grad haben darf, um in vollem Ausmass zur Geltung zu kommen. Am Ende des Tages gilt wie bei so vielen Fragen des Geschmacks: Teste ein wenig, was für dich am besten funktioniert, denn «richtig» und «falsch» sind schwierige Begriffe für Geniesserinnen und Geniesser. Hier eine kleine Übersicht, die dir ein wenig Orientierung verschafft:

  • Ale 8-12° C
  • Alt 7-9° C
  • Bockbier 9° C
  • Helles 5-7° C
  • Leichtbier 5-6° C
  • Lager 5-7° C
  • Pils 7-8° C
  • Stout 10-12° C
  • IPA 9-11° C
  • Red Ale 10-12° C
  • Weissbier 7-9° C
  • Pale Ale 7-9° C
  • Zwickelbier 7° C

Bier immer dunkel lagern!

Während die perfekte Trinktemperatur durchaus mit deinen persönlichen Vorlieben zu tun hat, gibt es bei der Aufbewahrung keinen Spielraum. Lagere dein Bier immer kühl – und noch entscheidender – möglichst dunkel. Nicht nur Sonnenlicht, sondern auch künstliches Licht, speziell von Neonröhren, kann den Geschmack im Handumdrehen ruinieren. Dein Bier auf den Balkon zu stellen, und es erst in den Kühlschrank zu packen, bevor du es trinken möchtest, ist deswegen definitiv tabu!

Guinness IPA – ein Traum für alle Hopfenfreunde

Mit Guinness IPA begrüssen wir in der Schweiz ein neues, fruchtig-frisches Bier aus Dublin. Bei deinem nächsten Pub-Besuch wartet ein hopfenbetonter Hochgenuss auf dich und deinen Gaumen!

Für rund 250 Jahre gab es auf unserer Erde eine unumstössliche Tatsache: Wer von einem Pint Guinness spricht, meint damit «The black Stuff». Doch seit auf dem sagenumwobenen Gelände am St. James’s Gate in Dublin die Open Gate Brewery eröffnet wurde, entwickeln unsere irischen Freunde immer wieder neue, überraschende und darunter auch helle Biersorten. Dazu gehört zum Beispiel auch das frische Hop House 13, das seit geraumer Zeit auch in der Schweiz erhältlich ist. Und ganz aktuell gibt es eine weitere wegweisende Bier-Innovation zu vermelden: Guinness IPA, das du pünktlich zur Wiedereröffnung der Gastronomie ausschliesslich in Pubs, Bars und Restaurants geniessen kannst.

 

Guinness IPA im Glas


Zwei ganz spezielle Ingredienzien: Citra und Cascade

Dass sich das jüngste Mitglied in unserer Guinness-Familie als India Pale Ale vor allem an Freunde intensiver Hopfenaromen wendet, liegt auf der Hand. Und mit der nachträglichen Kalthopfung erzielen die kreativen Braumeister der Open Gate Brewery noch einen zusätzlichen Kick, der seinesgleichen sucht. Dafür verwenden sie die Hopfensorten Citra und Cascade, die nach dem Abschluss des eigentlichen Brauvorgangs sozusagen als «Special Treat» hinzugefügt werden. Cascade gehört vor allem in den USA zu den beliebtesten Craftbeer-Hopfen, während Citra gerne scherzhaft als der Obstsalat unter den Hopfen bezeichnet wird. Gemeinsam sorgen sie im Guinness IPA für deutliche Zitrusnoten und eine angenehme Bittere. Bevor wir jetzt zu lange weiter philosophieren, geben wir dir den besten Rat, den wir auf Lager haben: Versuch Guinness IPA doch einfach selbst – im Pub deines Vertrauens!

 

Guinness IPA im Glas mit einem Teller Riesengarnelen


Wusstest du schon…?

Nachdem ein Besuch in der St. James’s Gate Brewery in nächster Zeit wohl nicht in Frage kommen dürfte, möchten wir dir an dieser Stelle noch einen kleinen Ersatz für die Tour durch die Brauerei liefern. Viel Spass mit unseren Fakten aus Dublin, die selbst eingefleischte Guinness-Fans vielleicht noch überraschen könnten:

  • Das Guinness-Logo zeigt die «Brian Boru’s Harp», ein noch heute erhaltene Harfe aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Sie diente auch als Vorlage für das Wappen der Republik Irland.
  • Arthur Guinness erhielt das Startkapital für den Einstieg in das Brauwesen als Erbe von seinem Götti – dem Erzbischof von Cashel.
  • Guinness wurde bereits vor mehr als 150 Jahren bis nach Australien verschifft.
  • Nach England wurde Guinness sogar schon im Jahr 1769 exportiert, also 10 Jahre nach Gründung der Brauerei. Die erste Ladung umfasste ganze sechs Fässer.
  • 1877 gab die Brauerei eine ganze Flotte von Booten in Auftrag, um Fässer auf dem irischen Fluss Liffey transportieren zu können.
  • Die Arbeiter in der Brauerei in Dublin hatten schon 1928 Anspruch auf medizinische Versorgung. Und zwei Pints Guinness pro Tag.
  • Der erste Werbespot für Guinness wurde am allerersten Sendetag des öffentlichen Fernsehens in Grossbritannien ausgestrahlt.
  • In Irland hatte man bis vor nicht allzu langer Zeit nach dem Blutspenden die Wahl zwischen einem Glas Orangensaft – oder einem Guinness.
  • Und zu guter Letzt: Ein Pint Guinness hat weniger Kalorien als die gleiche Menge fettarme Milch.

Wir feiern den Tag des Schweizer Biers

Am 24. April wird bei uns der Tag des Schweizer Biers gefeiert. In diesem Jahr ist zu diesem Anlass auch ein wenig Einfallsreichtum gefragt!

Zum Tag des Schweizer Bieres am 24. April waren landauf und landab ebenso zahl- wie abwechslungsreiche Anlässe geplant. Leider lassen die Umstände in diesem Jahr nun keine Veranstaltungen zu. Das bedeutet aber nicht, dass wir den heimischen Gerstensaft an seinem Ehrentag nicht würdigen können. Der Schweizer Brauerei-Verband hat eine wahrlich verbindende Aktion für alle Bierfreundinnen und –freunde ins Leben gerufen (und ein wenig Gemeinschaftsgefühl tut uns allen sicher gut): Am 24. April stellen wir uns auf die Terrasse, auf den Balkon, ans geöffnete Fenster, und stossen mit einem lauten «Prost» auf unser Schweizer Bier an.

Eine Stange Bier – oder doch lieber ein Grosses?

Wir nehmen den Feiertag zum Anlass, einen etwas genaueren Blick auf die verschiedenen Masseinheiten zu werfen, in denen Bier in der Schweiz üblicherweise serviert wird. Du denkst, du kennst sie alle? Dann kuck dir mal folgende Aufzählung an, sie könnte dir die eine oder andere Überraschung bescheren:

  • Die Stange. Der Klassiker funktioniert zumindest in den deutschsprachigen Kantonen überall. Für gewöhnlich meint man damit 3 Deziliter; da es sich aber um keine offiziell normierte Einheit handelt, kann die Menge von 0,25 bis 0,33 Liter variieren.
  • Das Chübeli. Es enthält ebenfalls 3 Deziliter und ist vor allem in Bern und Umgebung zuhause. Währen man die Stange tendenziell in einem schlanken, hohen Glas bekommt, ist das Chübeli idealerweise ein bauchiger Krug.
  • Das Rugeli. Und schon wird es ein wenig komplizierter. Denn auch das Rugeli kann 3 Deziliter beinhalten – aber auch 4 oder 5. Seine Besonderheit liegt nicht in der Menge des enthaltenen Biers, sondern am Henkel, mit dem es ausgestattet ist.
  • Das Herrgöttli. Verdient den Preis für den schönsten Namen, steht aber trotzdem nur für 2 Deziliter Inhalt. Pate stand vermutlich ein gewisser Anton Albert Leodegar Emil Acherman, mit Spitznamen Herrgöttli-Achermann, der aus Sparsamkeit nicht mehr als die 0,2 Liter bestellen wollte.
  • Die Tulpe. Hier beschreibt der Name vor allem die geschwungene, nach oben hin verengte Form, in der sich das Aroma besonders gut entfalten kann. In Basel ist die Tulpe ein Synonym für 2 Deziliter Bier, doch gerade im Ausland kann sie auch mehr enthalten.
  • Der Pfeff. In Luzern soll damit angeblich 1 Deziliter Bier gemeint sein – wir würden das aber eher im Reich der Mythen ansiedeln. Oder hast du je ein Bierglas in dieser Grösse gesehen? Eben.
  • Das Grosse. Neben der Stange dürfte das die gebräuchlichste Einheit sein, sie steht für einen halben Liter Bier. Im Wallis hat man sich offenbar derart an diese Grösse gewöhnt, dass sie schon als «Normales» bezeichnet wird.
  • Der Chübu. Wenig überraschend handelt es sich dabei in Bern um die grosse Variante des Chübelis, also um einen halben Liter Bier. Alternativ kann man dort auch «ä Haubä» bestellen, wobei damit natürlich keine bestimmte Glasform mehr verbunden ist.

Wenig überraschend finden sich in den verschiedenen Regionen und Dialekten jede Menge weitere Begriffe, die wir hier nicht alle listen können. Falls du einen besonders ausgefallenen Ausdruck kennst, freuen wir uns auf dein Mail an welcome@houseofbeer.ch.

Ein Blick zurück in die (Bier-)Geschichte

Bei uns in der Schweiz wird Bier wohl etwa seit dem 8. Jahrhundert gebraut. Ursprünglich war es vor allem in Klöstern zu finden, wie historische Dokumente belegen. Im internationalen Vergleich stiessen wir damit gemeinsam mit den meisten anderen mitteleuropäischen Ländern verhältnismässig spät zur Party: Die alten Sumerer hatten wohl schon etwa 8000 Jahre vor Christus entdeckt, wie sich aus Getreide Bier herstellen lässt. Heute gibt es laut Auskunft der Eidgenössischen Steuerverwaltung in der Schweiz übrigens 1473 Brauereien.

Wir feiern – mit Valaisanne!

Falls du dir für den 24. April noch mehr Gemeinschaftsgefühl wünschst, als die «Prost»-Aktion des Schweizer Brauerei-Verbands verheisst, raten wir dir, einen Online-Stammtisch mit deinen Kolleginnen und Kollegen einzuberufen. Sicher nutzt du längst ein Programm aus der Kategorie Zoom, Hangout, Teams oder Skype. So könnt ihr euch auch in einer grösseren Runde treffen und euch gemeinsam ein feines, kühles, frisches Bier aus der Schweiz genehmigen. Wir empfehlen für diesen Anlass eine der Spezialitäten der Brauerei Valaisanne – mit einem hopfenbetonten Pale Ale oder einem unfiltrierten Zwickel liegt ihr voll auf Kurs für den Tag des Schweizer Biers!

Die Pilsner Brauart: der neue Craft-Beer-Star

Immer mehr Craft-Beer-Aficionados entdecken das «Pilsener» für sich. Was sind die Besonderheiten dieser Brauart und was unterscheidet sie vom typischen Lagerbier?

Als die Craft-Beer-Bewegung Fahrt aufzunehmen begann, schenkte sie dem Pilsener Bier noch recht wenig Beachtung. Damals standen vor allem IPAs und ausgefallene Sorten wie Kriek oder Lambic hoch im Kurs. Biere nach Pilsner Brauart galten zu sehr als Mainstream und man brachte sie eher mit Tatort-Kommissaren aus dem Ruhrpott in Verbindung, die sie in der Eck-Kneipe gern kombiniert mit einem Korn bestellten. Doch während sich IPA und Co. weiterhin grosser Beliebtheit erfreuen, hat das Pilsener klammheimlich Boden gut gemacht und in den Kesseln vieler Hobby-Brauer bereits zum Überholen angesetzt.

Beste Zutaten direkt vor Ort

Geboren wurde das Pils etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der böhmischen Stadt Pilsen. Das vorher dort gebraute Bier genoss keinen wirklich guten Ruf. Weshalb, das lässt sich heute nicht mehr wirklich eruieren. Doch vermutlich hatte es mit einer nicht besonders ausgefeilten Technik im Brauprozess zu tun, durch die es zu Verunreinigungen kam. An den Zutaten lag es sicher nicht, so viel steht fest – denn mit dem noch heute hochgeschätzten Saazer Hopfen und erstklassiger Gerste gab es ausgezeichnete Zutaten in der direkten Umgebung. 

Pilsener Bier mit bayerischem Vater

Um ihr Bier wieder in vollen Zügen geniessen zu können, holten sich die Pilsener Unterstützung aus – wie könnte es anders sein – Bayern. Der herbeigerufene Braumeister Joseph Gröll gilt heute als der Erfinder der Pilsner Brauart. Er stellte vom bis anhin verwendeten obergärigen auf den in seiner Heimat weiter verbreiteten untergärigen Brauprozess um und brachte seinen eigenen Hefestamm mit. Sein erster Sud war im Herbst 1842 parat, das erste von ihm gebraute Bier wurde zur Feier des St. Martinstag am 11. November des gleichen Jahres ausgeschenkt… und es wurde zum «Instant Classic», wie man heute sagen würde.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Pilsener Brauart in verschiedenen Regionen der Welt weiter und brachte unterschiedliche Variationen hervor. Beinahe allen gemeinsam sind die Unterschiede zum typischen «Hellen» oder Lagerbier, das von Bayern aus seinen Erfolgszug antrat: Biere nach Pilsner Brauart enthalten typischerweise mehr Hopfen und weisen deshalb eine höhere Bittere auf. Im Gegenzug hat das verwendete Malz wesentlich geringeren Einfluss auf das Aroma des Biers.

Staropramen: typisches Bier nach Pilsner Brauart

Spezialbier oder Pilsener Bier?

In der Schweiz dürfen aufgrund eines Staatsvertrags Biere nur dann als «Pilsener» bezeichnet werden, wenn sie aus Tschechien stammen. Der Grund dafür ist ein Abkommen aus dem Jahr 1927, mit dem geografische Bezeichnungen bei Lebensmitteln besonders geschützt werden sollten. Biere, welche an anderen Orten nach Pilsener Brauart hergestellt werden, tragen hierzulande den Namen «Spezialbiere». Ein typisches Beispiel für ein solches Spezialbier ist die Hamburger Legende Astra, während es sich etwa bei Staropramen um ein waschechtes Pilsener handelt.

8 Gründe für einen Trip nach Brooklyn

Nach Brooklyn schafft es auch heute noch nur der kleinere Teil aller New-York-Reisenden. Dabei gibt es hier jede Menge zu entdecken – wie die Brooklyn Brewery.

Wenn wir von New York sprechen, denken wir für gewöhnlich vor allem an Manhattan. Central Park, der Times Square, das Empire State Building, das One World Trade Center – wir alle haben vermutlich eine kleine Liste an Sehenswürdigkeiten im Kopf, die ein Besuch in Manhattan beinhalten sollte. Wir haben für dich eine kleine Liste zusammengestellt, weshalb du bei einem Trip nach New York den bevölkerungsreichsten Stadtteil Brooklyn auf keinen Fall ausser Acht lassen solltest.

  1. Die Brooklyn Bridge

Das erste Highlight wartet schon auf dem Weg: Drei Brücken führen von Manhattan nach Brooklyn, die Williamsburg Bridge, die Manhattan Bridge und die Brooklyn Bridge. Letztere war einst die längste Hängebrücke der Welt; sie kann auf einem erhöhten Fussweg überquert werden, der unvergessliche Ausblicke über den East River und New York bietet. Nach diesem kleinen Fussmarsch, für den du rund eine Stunde einplanen solltest, wartet der vor allem dem Freizeitsport gewidmete Brooklyn Bridge Park auf dich.

Brooklyn Bridge und Blick auf Manhattan

  1. Das Künstlerviertel Dumbo

Direkt bei der Manhattan Bridge liegt das Viertel Dumbo. Die mangelnde Kreativität bei der Wahl des Namens (eine Abkürzung für Down under the Manhattan Bridge Overpass) will so gar nicht zu dem passen, was dich hier erwartet: Dumbo gilt zu Recht als eines der führenden Künstlerviertel in New York. In den zahlreichen Galerien und Ausstellungen findest du hier Werke aus den unterschiedlichsten Genres und Stilrichtungen. Und wie überall in Brooklyn auch eine reichhaltige Auswahl an Angeboten, um deinen Hunger und deinen Durst im Anschluss an so viel Kultur zu stillen.

  1. Das Flohmarkt-Paradies: Brooklyn Flea

Über Märkte zu stöbern ist genau dein Ding? Dann gehört Brooklyn Flea definitiv ganz oben auf deine Liste. Seit dem Entstehen im Jahr 2008 haben sich die beiden Locations in Dumbo und Williamsburg zu einer Top-Adresse für Schmuck, Vintage-Kleidung, Antiquitäten und Kunsthandwerk entwickelt. Auch Freundinnen und Freunde der Vinyl-Schallplatte dürften sich hier im gelobten Land fühlen. Achtung: Während der Wintermonate findet der Markt nur indoor in Williamsburg statt.

  1. Promenieren in Coney Island

Mit Coney Island hatte New York einst gewissermassen seinen eigenen Vergnügungspark, der ab den 1950er den steigenden Ansprüchen immer weniger genügte und somit an Bedeutung einbüsste. Mittlerweile hat sich Coney Island allerdings erholt und unter anderem die mit Holz befestigte Promenade – der Riegelmann Boardwalk –, der beliebte öffentliche Strand und der 2009 wieder eröffnete Luna Park sind in jedem Fall einen Besuch wert. Die dortige Cyclone-Achterbahn kennst du vielleicht aus Spike Lees genialem Intro zum Film «Inside Man».

 

  1. Der Prospect Park

Hier kannst du ein vollständiges Ferienprogramm in nur einem einzigen Stopp erledigen. Ein gepflegtes Picknick, ein Besuch im Zoo, Schlitt- oder Rollschuhlaufen, Brooklyns einziger See, kostenlose Freiluft-Konzerte, ganz europäisch eine Runde Boule spielen: Der Prospect Park wird dich sicher nicht enttäuschen. Übrigens: Falls du bei der Freitagabend-Unterhaltung auf Nostalgie stehst, müsste Lola’s Dreamland Roller Disco genau deine Kragenweite sein. Vielleicht holst du ja den Preis für das beste Kostüm…

Der Prospect Park in Brooklyn

  1. Action im Barclays Center

Die Arena an der Atlantic Avenue verdankt ihre Entstehung der Tatsache, dass Brooklyn seit 2012 endlich wieder eine Profi-Mannschaft in der grossen US-Sportarten beheimatet: das Basketball-Team der Brooklyn Nets. Spätestens seit Verpflichtung der beiden Stars Kevin Durant und Kyrie Erving dürfen sich Fans der NBA hier regelmässig auf spektakuläre Heimspiele freuen. Eine Playoff-Teilnahme scheint in der laufenden Saison 2019/2020 durchaus realistisch. Neben den Nets tragen aktuell auch die New York Islanders (Eishockey) und die New York Liberty (Frauen-Basketball) ihre Heimspiele aus. Ausserdem finden in der Arena regelmässig Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

  1. Bar Crawl in Williamsburg

Als Beer Aficionado darfst du dir eine Tour durch Williamsburg nicht entgehen lassen. Das angesagte Viertel ist war ab Beginn des 20. Jahrhunderts für seine Brauereien bekannt. Heute findest du dort unzählige grosse und kleine Bars und entsprechend eine beeindruckende Auswahl an Bieren von lokalen Brauereien und Spezialitäten aus aller Welt. Dass bei dieser Ausgangslage diverse «Pub Crawls» angeboten werden, versteht sich beinahe von selbst. Die gute Nachricht: Wenn dir der Sinn danach steht, kannst du Williamsburg problemfrei auch auf eigene Faust erkunden. Wir wagen zu behaupten, eine Station deiner Tour bereits zu kennen:

  1. Die Brooklyn Brewery

Im Tasting Room wirst du an jedem Abend bestens unterhalten. Hier gibt es Live-Musik, Parties, Bar-Quizzes – eben alles, was ein gutes Glas Bier noch ein wenig besser macht. Und genau darum geht es hier ja eigentlich: gutes Bier. Im Tasting Room kannst du dir einen der Klassiker wie Brooklyn Lager oder ein East IPA schmecken lassen. Oder du erweiterst deinen Horizont und testest die neuesten Kreationen der Braumeisterinnen und Braumeister, die es hier direkt vom Fass gibt. Mit genügend Zeit im Gepäck steht auch einer Führung durch die Brauerei nichts im Weg. Und falls so bald kein Ausflug nach Brooklyn in deinen Terminkalender passt, kannst du dir hier wenig Brooklyn-Feeling direkt nach Hause liefern lassen.

Die Brooklyn Brewery