Guinness IPA – ein Traum für alle Hopfenfreunde

Mit Guinness IPA begrüssen wir in der Schweiz ein neues, fruchtig-frisches Bier aus Dublin. Bei deinem nächsten Pub-Besuch wartet ein hopfenbetonter Hochgenuss auf dich und deinen Gaumen!

Für rund 250 Jahre gab es auf unserer Erde eine unumstössliche Tatsache: Wer von einem Pint Guinness spricht, meint damit «The black Stuff». Doch seit auf dem sagenumwobenen Gelände am St. James’s Gate in Dublin die Open Gate Brewery eröffnet wurde, entwickeln unsere irischen Freunde immer wieder neue, überraschende und darunter auch helle Biersorten. Dazu gehört zum Beispiel auch das frische Hop House 13, das seit geraumer Zeit auch in der Schweiz erhältlich ist. Und ganz aktuell gibt es eine weitere wegweisende Bier-Innovation zu vermelden: Guinness IPA, das du pünktlich zur Wiedereröffnung der Gastronomie ausschliesslich in Pubs, Bars und Restaurants geniessen kannst.

 

Guinness IPA im Glas


Zwei ganz spezielle Ingredienzien: Citra und Cascade

Dass sich das jüngste Mitglied in unserer Guinness-Familie als India Pale Ale vor allem an Freunde intensiver Hopfenaromen wendet, liegt auf der Hand. Und mit der nachträglichen Kalthopfung erzielen die kreativen Braumeister der Open Gate Brewery noch einen zusätzlichen Kick, der seinesgleichen sucht. Dafür verwenden sie die Hopfensorten Citra und Cascade, die nach dem Abschluss des eigentlichen Brauvorgangs sozusagen als «Special Treat» hinzugefügt werden. Cascade gehört vor allem in den USA zu den beliebtesten Craftbeer-Hopfen, während Citra gerne scherzhaft als der Obstsalat unter den Hopfen bezeichnet wird. Gemeinsam sorgen sie im Guinness IPA für deutliche Zitrusnoten und eine angenehme Bittere. Bevor wir jetzt zu lange weiter philosophieren, geben wir dir den besten Rat, den wir auf Lager haben: Versuch Guinness IPA doch einfach selbst – im Pub deines Vertrauens!

 

Guinness IPA im Glas mit einem Teller Riesengarnelen


Wusstest du schon…?

Nachdem ein Besuch in der St. James’s Gate Brewery in nächster Zeit wohl nicht in Frage kommen dürfte, möchten wir dir an dieser Stelle noch einen kleinen Ersatz für die Tour durch die Brauerei liefern. Viel Spass mit unseren Fakten aus Dublin, die selbst eingefleischte Guinness-Fans vielleicht noch überraschen könnten:

  • Das Guinness-Logo zeigt die «Brian Boru’s Harp», ein noch heute erhaltene Harfe aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Sie diente auch als Vorlage für das Wappen der Republik Irland.
  • Arthur Guinness erhielt das Startkapital für den Einstieg in das Brauwesen als Erbe von seinem Götti – dem Erzbischof von Cashel.
  • Guinness wurde bereits vor mehr als 150 Jahren bis nach Australien verschifft.
  • Nach England wurde Guinness sogar schon im Jahr 1769 exportiert, also 10 Jahre nach Gründung der Brauerei. Die erste Ladung umfasste ganze sechs Fässer.
  • 1877 gab die Brauerei eine ganze Flotte von Booten in Auftrag, um Fässer auf dem irischen Fluss Liffey transportieren zu können.
  • Die Arbeiter in der Brauerei in Dublin hatten schon 1928 Anspruch auf medizinische Versorgung. Und zwei Pints Guinness pro Tag.
  • Der erste Werbespot für Guinness wurde am allerersten Sendetag des öffentlichen Fernsehens in Grossbritannien ausgestrahlt.
  • In Irland hatte man bis vor nicht allzu langer Zeit nach dem Blutspenden die Wahl zwischen einem Glas Orangensaft – oder einem Guinness.
  • Und zu guter Letzt: Ein Pint Guinness hat weniger Kalorien als die gleiche Menge fettarme Milch.

Wir feiern den Tag des Schweizer Biers

Am 24. April wird bei uns der Tag des Schweizer Biers gefeiert. In diesem Jahr ist zu diesem Anlass auch ein wenig Einfallsreichtum gefragt!

Zum Tag des Schweizer Bieres am 24. April waren landauf und landab ebenso zahl- wie abwechslungsreiche Anlässe geplant. Leider lassen die Umstände in diesem Jahr nun keine Veranstaltungen zu. Das bedeutet aber nicht, dass wir den heimischen Gerstensaft an seinem Ehrentag nicht würdigen können. Der Schweizer Brauerei-Verband hat eine wahrlich verbindende Aktion für alle Bierfreundinnen und –freunde ins Leben gerufen (und ein wenig Gemeinschaftsgefühl tut uns allen sicher gut): Am 24. April stellen wir uns auf die Terrasse, auf den Balkon, ans geöffnete Fenster, und stossen mit einem lauten «Prost» auf unser Schweizer Bier an.

Eine Stange Bier – oder doch lieber ein Grosses?

Wir nehmen den Feiertag zum Anlass, einen etwas genaueren Blick auf die verschiedenen Masseinheiten zu werfen, in denen Bier in der Schweiz üblicherweise serviert wird. Du denkst, du kennst sie alle? Dann kuck dir mal folgende Aufzählung an, sie könnte dir die eine oder andere Überraschung bescheren:

  • Die Stange. Der Klassiker funktioniert zumindest in den deutschsprachigen Kantonen überall. Für gewöhnlich meint man damit 3 Deziliter; da es sich aber um keine offiziell normierte Einheit handelt, kann die Menge von 0,25 bis 0,33 Liter variieren.
  • Das Chübeli. Es enthält ebenfalls 3 Deziliter und ist vor allem in Bern und Umgebung zuhause. Währen man die Stange tendenziell in einem schlanken, hohen Glas bekommt, ist das Chübeli idealerweise ein bauchiger Krug.
  • Das Rugeli. Und schon wird es ein wenig komplizierter. Denn auch das Rugeli kann 3 Deziliter beinhalten – aber auch 4 oder 5. Seine Besonderheit liegt nicht in der Menge des enthaltenen Biers, sondern am Henkel, mit dem es ausgestattet ist.
  • Das Herrgöttli. Verdient den Preis für den schönsten Namen, steht aber trotzdem nur für 2 Deziliter Inhalt. Pate stand vermutlich ein gewisser Anton Albert Leodegar Emil Acherman, mit Spitznamen Herrgöttli-Achermann, der aus Sparsamkeit nicht mehr als die 0,2 Liter bestellen wollte.
  • Die Tulpe. Hier beschreibt der Name vor allem die geschwungene, nach oben hin verengte Form, in der sich das Aroma besonders gut entfalten kann. In Basel ist die Tulpe ein Synonym für 2 Deziliter Bier, doch gerade im Ausland kann sie auch mehr enthalten.
  • Der Pfeff. In Luzern soll damit angeblich 1 Deziliter Bier gemeint sein – wir würden das aber eher im Reich der Mythen ansiedeln. Oder hast du je ein Bierglas in dieser Grösse gesehen? Eben.
  • Das Grosse. Neben der Stange dürfte das die gebräuchlichste Einheit sein, sie steht für einen halben Liter Bier. Im Wallis hat man sich offenbar derart an diese Grösse gewöhnt, dass sie schon als «Normales» bezeichnet wird.
  • Der Chübu. Wenig überraschend handelt es sich dabei in Bern um die grosse Variante des Chübelis, also um einen halben Liter Bier. Alternativ kann man dort auch «ä Haubä» bestellen, wobei damit natürlich keine bestimmte Glasform mehr verbunden ist.

Wenig überraschend finden sich in den verschiedenen Regionen und Dialekten jede Menge weitere Begriffe, die wir hier nicht alle listen können. Falls du einen besonders ausgefallenen Ausdruck kennst, freuen wir uns auf dein Mail an welcome@houseofbeer.ch.

Ein Blick zurück in die (Bier-)Geschichte

Bei uns in der Schweiz wird Bier wohl etwa seit dem 8. Jahrhundert gebraut. Ursprünglich war es vor allem in Klöstern zu finden, wie historische Dokumente belegen. Im internationalen Vergleich stiessen wir damit gemeinsam mit den meisten anderen mitteleuropäischen Ländern verhältnismässig spät zur Party: Die alten Sumerer hatten wohl schon etwa 8000 Jahre vor Christus entdeckt, wie sich aus Getreide Bier herstellen lässt. Heute gibt es laut Auskunft der Eidgenössischen Steuerverwaltung in der Schweiz übrigens 1473 Brauereien.

Wir feiern – mit Valaisanne!

Falls du dir für den 24. April noch mehr Gemeinschaftsgefühl wünschst, als die «Prost»-Aktion des Schweizer Brauerei-Verbands verheisst, raten wir dir, einen Online-Stammtisch mit deinen Kolleginnen und Kollegen einzuberufen. Sicher nutzt du längst ein Programm aus der Kategorie Zoom, Hangout, Teams oder Skype. So könnt ihr euch auch in einer grösseren Runde treffen und euch gemeinsam ein feines, kühles, frisches Bier aus der Schweiz genehmigen. Wir empfehlen für diesen Anlass eine der Spezialitäten der Brauerei Valaisanne – mit einem hopfenbetonten Pale Ale oder einem unfiltrierten Zwickel liegt ihr voll auf Kurs für den Tag des Schweizer Biers!

Die Pilsner Brauart: der neue Craft-Beer-Star

Immer mehr Craft-Beer-Aficionados entdecken das «Pilsener» für sich. Was sind die Besonderheiten dieser Brauart und was unterscheidet sie vom typischen Lagerbier?

Als die Craft-Beer-Bewegung Fahrt aufzunehmen begann, schenkte sie dem Pilsener Bier noch recht wenig Beachtung. Damals standen vor allem IPAs und ausgefallene Sorten wie Kriek oder Lambic hoch im Kurs. Biere nach Pilsner Brauart galten zu sehr als Mainstream und man brachte sie eher mit Tatort-Kommissaren aus dem Ruhrpott in Verbindung, die sie in der Eck-Kneipe gern kombiniert mit einem Korn bestellten. Doch während sich IPA und Co. weiterhin grosser Beliebtheit erfreuen, hat das Pilsener klammheimlich Boden gut gemacht und in den Kesseln vieler Hobby-Brauer bereits zum Überholen angesetzt.

Beste Zutaten direkt vor Ort

Geboren wurde das Pils etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der böhmischen Stadt Pilsen. Das vorher dort gebraute Bier genoss keinen wirklich guten Ruf. Weshalb, das lässt sich heute nicht mehr wirklich eruieren. Doch vermutlich hatte es mit einer nicht besonders ausgefeilten Technik im Brauprozess zu tun, durch die es zu Verunreinigungen kam. An den Zutaten lag es sicher nicht, so viel steht fest – denn mit dem noch heute hochgeschätzten Saazer Hopfen und erstklassiger Gerste gab es ausgezeichnete Zutaten in der direkten Umgebung. 

Pilsener Bier mit bayerischem Vater

Um ihr Bier wieder in vollen Zügen geniessen zu können, holten sich die Pilsener Unterstützung aus – wie könnte es anders sein – Bayern. Der herbeigerufene Braumeister Joseph Gröll gilt heute als der Erfinder der Pilsner Brauart. Er stellte vom bis anhin verwendeten obergärigen auf den in seiner Heimat weiter verbreiteten untergärigen Brauprozess um und brachte seinen eigenen Hefestamm mit. Sein erster Sud war im Herbst 1842 parat, das erste von ihm gebraute Bier wurde zur Feier des St. Martinstag am 11. November des gleichen Jahres ausgeschenkt… und es wurde zum «Instant Classic», wie man heute sagen würde.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Pilsener Brauart in verschiedenen Regionen der Welt weiter und brachte unterschiedliche Variationen hervor. Beinahe allen gemeinsam sind die Unterschiede zum typischen «Hellen» oder Lagerbier, das von Bayern aus seinen Erfolgszug antrat: Biere nach Pilsner Brauart enthalten typischerweise mehr Hopfen und weisen deshalb eine höhere Bittere auf. Im Gegenzug hat das verwendete Malz wesentlich geringeren Einfluss auf das Aroma des Biers.

Staropramen: typisches Bier nach Pilsner Brauart

Spezialbier oder Pilsener Bier?

In der Schweiz dürfen aufgrund eines Staatsvertrags Biere nur dann als «Pilsener» bezeichnet werden, wenn sie aus Tschechien stammen. Der Grund dafür ist ein Abkommen aus dem Jahr 1927, mit dem geografische Bezeichnungen bei Lebensmitteln besonders geschützt werden sollten. Biere, welche an anderen Orten nach Pilsener Brauart hergestellt werden, tragen hierzulande den Namen «Spezialbiere». Ein typisches Beispiel für ein solches Spezialbier ist die Hamburger Legende Astra, während es sich etwa bei Staropramen um ein waschechtes Pilsener handelt.

8 Gründe für einen Trip nach Brooklyn

Nach Brooklyn schafft es auch heute noch nur der kleinere Teil aller New-York-Reisenden. Dabei gibt es hier jede Menge zu entdecken – wie die Brooklyn Brewery.

Wenn wir von New York sprechen, denken wir für gewöhnlich vor allem an Manhattan. Central Park, der Times Square, das Empire State Building, das One World Trade Center – wir alle haben vermutlich eine kleine Liste an Sehenswürdigkeiten im Kopf, die ein Besuch in Manhattan beinhalten sollte. Wir haben für dich eine kleine Liste zusammengestellt, weshalb du bei einem Trip nach New York den bevölkerungsreichsten Stadtteil Brooklyn auf keinen Fall ausser Acht lassen solltest.

  1. Die Brooklyn Bridge

Das erste Highlight wartet schon auf dem Weg: Drei Brücken führen von Manhattan nach Brooklyn, die Williamsburg Bridge, die Manhattan Bridge und die Brooklyn Bridge. Letztere war einst die längste Hängebrücke der Welt; sie kann auf einem erhöhten Fussweg überquert werden, der unvergessliche Ausblicke über den East River und New York bietet. Nach diesem kleinen Fussmarsch, für den du rund eine Stunde einplanen solltest, wartet der vor allem dem Freizeitsport gewidmete Brooklyn Bridge Park auf dich.

Brooklyn Bridge und Blick auf Manhattan

  1. Das Künstlerviertel Dumbo

Direkt bei der Manhattan Bridge liegt das Viertel Dumbo. Die mangelnde Kreativität bei der Wahl des Namens (eine Abkürzung für Down under the Manhattan Bridge Overpass) will so gar nicht zu dem passen, was dich hier erwartet: Dumbo gilt zu Recht als eines der führenden Künstlerviertel in New York. In den zahlreichen Galerien und Ausstellungen findest du hier Werke aus den unterschiedlichsten Genres und Stilrichtungen. Und wie überall in Brooklyn auch eine reichhaltige Auswahl an Angeboten, um deinen Hunger und deinen Durst im Anschluss an so viel Kultur zu stillen.

  1. Das Flohmarkt-Paradies: Brooklyn Flea

Über Märkte zu stöbern ist genau dein Ding? Dann gehört Brooklyn Flea definitiv ganz oben auf deine Liste. Seit dem Entstehen im Jahr 2008 haben sich die beiden Locations in Dumbo und Williamsburg zu einer Top-Adresse für Schmuck, Vintage-Kleidung, Antiquitäten und Kunsthandwerk entwickelt. Auch Freundinnen und Freunde der Vinyl-Schallplatte dürften sich hier im gelobten Land fühlen. Achtung: Während der Wintermonate findet der Markt nur indoor in Williamsburg statt.

  1. Promenieren in Coney Island

Mit Coney Island hatte New York einst gewissermassen seinen eigenen Vergnügungspark, der ab den 1950er den steigenden Ansprüchen immer weniger genügte und somit an Bedeutung einbüsste. Mittlerweile hat sich Coney Island allerdings erholt und unter anderem die mit Holz befestigte Promenade – der Riegelmann Boardwalk –, der beliebte öffentliche Strand und der 2009 wieder eröffnete Luna Park sind in jedem Fall einen Besuch wert. Die dortige Cyclone-Achterbahn kennst du vielleicht aus Spike Lees genialem Intro zum Film «Inside Man».

 

  1. Der Prospect Park

Hier kannst du ein vollständiges Ferienprogramm in nur einem einzigen Stopp erledigen. Ein gepflegtes Picknick, ein Besuch im Zoo, Schlitt- oder Rollschuhlaufen, Brooklyns einziger See, kostenlose Freiluft-Konzerte, ganz europäisch eine Runde Boule spielen: Der Prospect Park wird dich sicher nicht enttäuschen. Übrigens: Falls du bei der Freitagabend-Unterhaltung auf Nostalgie stehst, müsste Lola’s Dreamland Roller Disco genau deine Kragenweite sein. Vielleicht holst du ja den Preis für das beste Kostüm…

Der Prospect Park in Brooklyn

  1. Action im Barclays Center

Die Arena an der Atlantic Avenue verdankt ihre Entstehung der Tatsache, dass Brooklyn seit 2012 endlich wieder eine Profi-Mannschaft in der grossen US-Sportarten beheimatet: das Basketball-Team der Brooklyn Nets. Spätestens seit Verpflichtung der beiden Stars Kevin Durant und Kyrie Erving dürfen sich Fans der NBA hier regelmässig auf spektakuläre Heimspiele freuen. Eine Playoff-Teilnahme scheint in der laufenden Saison 2019/2020 durchaus realistisch. Neben den Nets tragen aktuell auch die New York Islanders (Eishockey) und die New York Liberty (Frauen-Basketball) ihre Heimspiele aus. Ausserdem finden in der Arena regelmässig Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

  1. Bar Crawl in Williamsburg

Als Beer Aficionado darfst du dir eine Tour durch Williamsburg nicht entgehen lassen. Das angesagte Viertel ist war ab Beginn des 20. Jahrhunderts für seine Brauereien bekannt. Heute findest du dort unzählige grosse und kleine Bars und entsprechend eine beeindruckende Auswahl an Bieren von lokalen Brauereien und Spezialitäten aus aller Welt. Dass bei dieser Ausgangslage diverse «Pub Crawls» angeboten werden, versteht sich beinahe von selbst. Die gute Nachricht: Wenn dir der Sinn danach steht, kannst du Williamsburg problemfrei auch auf eigene Faust erkunden. Wir wagen zu behaupten, eine Station deiner Tour bereits zu kennen:

  1. Die Brooklyn Brewery

Im Tasting Room wirst du an jedem Abend bestens unterhalten. Hier gibt es Live-Musik, Parties, Bar-Quizzes – eben alles, was ein gutes Glas Bier noch ein wenig besser macht. Und genau darum geht es hier ja eigentlich: gutes Bier. Im Tasting Room kannst du dir einen der Klassiker wie Brooklyn Lager oder ein East IPA schmecken lassen. Oder du erweiterst deinen Horizont und testest die neuesten Kreationen der Braumeisterinnen und Braumeister, die es hier direkt vom Fass gibt. Mit genügend Zeit im Gepäck steht auch einer Führung durch die Brauerei nichts im Weg. Und falls so bald kein Ausflug nach Brooklyn in deinen Terminkalender passt, kannst du dir hier wenig Brooklyn-Feeling direkt nach Hause liefern lassen.

Die Brooklyn Brewery

Coruja: Kalthopfung als Kunstform

Kalthopfung – gerne auch als «Hopfenstopfen» bezeichnet – ist ein Verfahren, um die Hopfenaromen im Bier besser zur Geltung kommen zu lassen. Für deinen ganz persönlichen Geschmackstest empfehlen wir dir das Hoppy Lager von Coruja.

Die Kalthopfung gehört mittlerweile zum Repertoire aller ambitioniert-innovativen Braumeisterinnen und Braumeister. Bei dieser Technik (im Englischen: Dry-Hopping) wird dem Bier nach der Hauptgärung noch einmal Hopfen zugegeben. Daher stammt auch der deutsche Name: Das Kochen der Würze ist bereits abgeschlossen und das beinahe fertige Bier kühlt bereits wieder ab. Üblicherweise erfolgt das Hopfenstopfen, wie das Verfahren auch genannt wird, bei vergleichsweise «kalten» Temperaturen zwischen 5 und 20 Grad.

Weshalb wird Bier kaltgehopft?

Der Hopfen beeinflusst den Geschmack eines Biers durch zwei Faktoren: seine Bitterstoffe und seine Aromen. Letztere gibt er in Form ätherischer Öle ab, die bekanntlich vor allem eines sind: flüchtig. Während der «heissen» Phase des Brauens, also während die Würze gekocht wird, kann sich ein ordentlicher Teil der Hopfen-Aromen im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflösen. Bei tieferen Temperaturen werden sie besser in der Flüssigkeit gebunden und haben bleibenden Einfluss auf den Geschmack und vor allem auch auf den Geruch des fertigen Biers. Je nach verwendetem Hopfen können dabei völlig unterschiedliche Aromen im Vordergrund stehen, von Anis bis Ananas ist für jeden Gaumen etwas dabei.

Coruja Hoppy Lager: kaltgehopft und erfrischend

Eulen-Graffiti auf einer Hauswand in Lissabon. Coruja ist das portugiesische Wort für Eule.

Ein wunderbares Beispiel, wie das Hopfenstopfen ein bemerkenswertes Bier hervorbringen kann, ist das Hoppy Lager von Coruja. Als die portugiesische Marke 2018 auf den Plan trat, glänzte sie zuallererst mit einer grandiosen, im Guerilla-Style inszenierten Kampagne, die für einiges Rätselraten sorgte. Doch bald war klar: Coruja steht für markante und aussergewöhnliche Biere, gebraut aus hochwertigen Zutaten und mit viel Kreativität und Innovationsgeist. Beim Hoppy Lager beispielsweise entsteht durch die Kalthopfung ein unverkennbares Zitrusaroma, welches das Bier besonders leicht und erfrischend macht – perfekt, wenn du sozusagen live und in Farbe erfahren möchtest, was das Hopfenstopfen bei einem Bier bewirkt.

Dry Hopping: die unterschiedlichen Verfahren

Bei Hobby-Brauerinnen und Brauern gleicht die Kalthopfung oft der Teezubereitung; der Hopfen wird nach der Hauptgärung in kleinen Säckchen in die Flüssigkeit gegeben. Hierfür können sowohl die «rohen» Hopfendolden als auch die weit verbreiteten Hopfenpellets verwendet werden. Dazu zwei kleine Warnungen, falls du dich selbst am Dry Hopping versuchen möchtest. Vor allem die Hopfendolden nehmen viel Flüssigkeit auf. Das führt erstens dazu, dass sie sich stark ausdehnen und zu klein dimensionierte Säckchen gnadenlos zum Platzen bringen, was dich zu einem Aussieben der Überbleibsel zwingt. Zweitens, und das dürfte dich vermutlich fast noch mehr ärgern, nehmen die Dolden nicht irgendeine Flüssigkeit auf. Sei also nicht zu enttäuscht, wenn der Füllstand im deinem Braugefäss nach dem Hopfenstopfen merklich niedriger ausfällt!

Für die «professionelle» Kalthopfung in Brauereien wurden übrigens längst entsprechend dimensionierte Geräte konstruiert. Der «Torpedo» beispielsweise setzt auf Hopfendolden, während die «Hop Cannon» Pellets zum Einsatz bringt. Wir lehnen uns jetzt mal weit aus dem Fenster und vermuten, dass die Namensgebung für diese beiden Beispiele erst nach der ersten Verkostung stattgefunden hat. Was man durchaus feiern darf … und damit ein Hoch auf alle kaltgehopften Biere dieser Welt!

Kalthopfung: Frische Hopfendolden und verarbeitete Hopfen-Pellets im Vergleich

Frische Hopfendolden und verarbeitete Hopfenpellets im Vergleich

 

 

 

Das Reinheitsgebot im Wandel der Zeit

Das Reinheitsgebot für Bier gehört zu den bekanntesten Vorschriften unserer Zeit. Doch was genau schreibt es eigentlich vor? Und wer muss sich heute noch daran halten?

Im Zusammenhang mit Bier ist oft vom Reinheitsgebot die Rede, oder etwas präziser: vom «deutschen Reinheitsgebot». Dieses wird heute gerne als das erste Verbraucherschutzgesetz der Welt bezeichnet, doch das entspricht wohl zumindest nur zur Hälfte der Wahrheit. Tatsächlich erliessen die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. im Jahr 1516 eine neue Landesordnung. Eine Regelung darin war dazu gedacht, die Verwendung von minderwertigen oder gar giftigen Zutaten beim Brauen zu unterbinden, die damals leider absolut üblich war. Deswegen legten die beiden Regenten fest, dass Bier nur aus Wasser, Hopfen und Gerste zu bestehen habe.

Hopfendolden und Getreideähren liegen in der Sonne - ein Symbol für das Reinheitsgebot

Reinheitsgebot: Ressourcenplanung zu Beginn der Neuzeit

Vermutlich ging es dabei aber nicht nur darum, den Menschen in Bayern qualitativ möglichst hochwertiges Bier zu bieten. Vielmehr sollte das Gesetz vor allem verhindern, dass andere Getreidesorten fürs Bierbrauen ver(sch)wendet werden. Weizen etwa sollte ausschliesslich fürs Brotbacken reserviert bleiben, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Nur wer von höchstherzöglicher Stelle das Privileg zugesprochen bekam, durfte Weizen brauchen, um Weissbier zu brauen. Was sich, nebenbei bemerkt, wenig überraschend als äusserst lukratives Arrangement für alle Beteiligten erwies. Mittlerweile ist im Reinheitsgebot statt von Gerste nur noch von Malz die Rede, und dieses Malz kann auch Weizen enthalten. Es muss sich also niemand mehr die Gunst seines Landesfürsten sichern, um Weissbier brauen zu dürfen.

Ihr habt die Hefe vergessen!

Falls du dich je etwas intensiver mit dem Prozess des Bierbrauens auseinandergesetzt hast, wird dir auffallen: Eine wesentliche Zutat fehlt in der ursprünglichen Fassung des Reinheitsgebots. Denn um den Gärvorgang einzuleiten, braucht es zwingend Hefe. Heute verstehen wir diesen Prozess sehr gut und können die Hefe zum richtigen Zeitpunkt gezielt ins Spiel bringen. Doch im Jahr 1516 lernten eben noch nicht alle Schülerinnen und Schüler in ihrer gefühlt dritten Chemiestunde, wie Kohlenhydrate in Alkohol umgewandelt werden. Die Gärung wurde damals üblicherweise «spontan» ausgelöst, durch Hefesporen, die in der Luft umherschwirrten. (Dieses Verfahren verwenden Braumeister noch heute für etwas ausgefallenere Biersorten wie Kriek, Gueuze oder Faro.) Kein Wunder also, dass Wilhelm IV. und Ludwig X. zu ihrer Zeit nicht auf die Idee kamen, Hefe in ihr Reinheitsgebot aufzunehmen.

Am Ende zählt die Qualität!

Vom «bayerischen» zum «deutschen Reinheitsgebot» wurden diese Vorschriften im Jahr 1918, als die Bayern dem deutschen Reich beitraten. Vermutlich hatten sie schon damals erkannt, dass eine solch öffentliche Qualitätssicherung zum Wettbewerbsvorteil gegenüber Bieren aus anderen Ländern werden könnte. Deswegen bestanden sie mit Nachdruck darauf, dass ihre Regeln landesweit Gültigkeit erhalten sollten. Tatsache ist aber: Auch in Deutschland dürfen heute – wie in der ganzen restlichen Welt üblich – längst andere Inhaltsstoffe ins Bier gelangen. Man muss nur nett um Erlaubnis fragen. Oder genauer: einen Antrag auf das «Brauen besonderer Biere» stellen. (Nur Bayern und Baden-Württemberg halten noch an den alten Regeln fest.)

Diese Lockerung leuchtet auch ein, wenn man an den ursprünglichen Sinn des Reinheitsgebots zurückdenkt: Es sollte schliesslich verhindern, dass die Menschen aus alten Socken gebrautes Bier trinken müssen, um es salopp zu formulieren. Die Zugabe von hochwertigen Inhaltsstoffen wie etwa Honig oder Kräutern, wie sie gerade in der Craft-Beer-Szene stark verbreitet ist, steht aber auf einem völlig anderen Blatt. Dabei handelt es sich um eine Veredelung und einen Beitrag zu der grossen Vielfalt an Bieren, die wir heute geniessen dürfen. Ob du dich eher für die puristische Variante entscheidest oder dich auch mal an etwas progressivere Biere wagst, bleibt natürlich ganz deinem persönlichen Geschmack überlassen. Genau das macht unsere moderne Bierwelt doch so grossartig: Heute gibt es für absolut jeden Gaumen das passende Flüssig-Gold.